Installation auf Ubuntu 9.10 64bit mit Blender 2.49a

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maffu
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Installation auf Ubuntu 9.10 64bit mit Blender 2.49a

Post by maffu » Sat Dec 26, 2009 5:42 am

Nach einigen Schwierigkeiten zu Beginn hab ich mich entschlossen meinen "Way to go" hier zu veröffentlichen:

(Blender wurde über die Softwareverwaltung bereits installiert (V2.49a))

1. Gerätetreiber von der 3DConnexion Seite runterladen (64bit Version)

2. Setup hat nicht von selbst funktioniert, also das Archiv auspacken, den Inhalt des Verzeichnisses "etc" mittels lokalen root Rechten ins lokale /etc/ kopieren.

3. den Treiber starten und in den Hintergrund schicken: "sudo /etc/3DxWare/daemon/3dxsrv -d usb &". Dabei ist bei mir der Fehler: "error while loading shared libraries: libXm.so.3...no suich file..." aufgetreten.

Dazu installieren wir mittels "sudo apt-get install apt-file" das Programm apt-file, mit dem man suchen kann in welchem Paket diese blöde Datei ist. Das Tool will nach der Installation erstmal seine Datenbank updaten was aber ok ist. Danach kann man mittels "apt-file search libXm.so" herausfinden, dass die Bibliothek libmotif3 fehlt. Ich hab extra nur nach libXm.so gesucht und nicht nach libXm.so.3 weil es sein kann dass eine neuere Version (...4) vorhanden ist, aber die alte Version (...3) nicht gefunden wird. Also installieren wir uns die libmotif nach mittels "apt-get install libmotif3" (wie die Ausgabe von apt-file search uns in den ersten Zeichen der Zeile gesagt hat. Man kann auch die anderen 2 angezeigten Pakete installieren, aber ich hab von Google erfahren dass man die Motif Bibliothek braucht)

Nach der Installation drücken wir ein paar mal die Cursortaste nach oben um den Befehlsaufruf "sudo /etc/3DxWare/daemon/3dxsrv -d usb &" nicht nochmal komplett eintippen zu müssen, und starten damit den Treiber nochmal. Siehe da: er geht. Die Ausgabe im Terminal lautet: "3DWareUNIX = V1.4.3 \ Device = SpacePilot \ Firmware = V4.05" und am Space Pilot zeigt das LCD was an und die blaue Beleuchtung des Sticks geht an.

Das Setup hatte versucht den Treiberstart in die /etc/inittab zu schreiben, die es unter Ubuntu seit ein paar Versionen nicht mehr gibt. Ich persönlich finde den Start des Treibers bei jedem booten aber eh blöd weil das Configfenster vom SpacePilot jedesmal mit aufgeht, auch wenn ich den gar nicht brauchen sollte. Also bietet sich an den Treiberstart mit einem extra Icon auf dem Desktop zu versehen oder beim Aufruf von Blender einfach vorneweg zu starten (per script, dazu später mehr)

Wenn man beim Aufruf des Treibers am Ende der Befehlszeile das "&" vergessen hat ist jetzt das Terminal blockiert, dann drückt man einfach CTRL und Z (bzw. STRG und Z) und tippt dann "bg" ein um das Programm in den Background zu schicken.

Jetzt gehts weiter ohne Root Rechte, wer also aus Faulheit "sudo -s" eingegeben hatte um Root zu bleiben, gibt jetzt "exit" ein um wieder normal UserRechte zu bekommen.

4. Das Blender-PlugIn für 64 Bit besorgen, das hab ich auf der 3DConnexion Seite nicht gefunden, ich hab es mir gegoogelt und bei "http://www.ingrid-wessels.de/~arne.schm ... 64.tar.bz2" heruntergeladen. Dies ist ein komplett funktionierendes Blenderverzeichniss inkl. dem PlugIn, allerdings BlenderVersion 2.45, die ja nu schon n bisserl alt ist. Aber das PlugIn ist dabei. Eventuell könnten die Damen und Herren von 3DConnexion ja auch die 64Bit Version zum Download anbieten (wobei ich nicht weiss ob sich hier 32 und 64 Bit überhaupt unterscheiden) Die Datei "3DxNdofBlender.plug" kopieren wir nun aus dem heruntergeladenen Archiv in das eigene PlugIn Verzeichniss in "/home/USERNAME/.blender/plugins/" Um den Ornder zu sehen muss man ggf. in Nautilus (Dateimanager) unter Ansicht anklicken "verborgene Dateien anzeigen", da unter Linux Dateien und Verzeichnisse, die mit einem Punkt anfangen "versteckt" sind.

5. Blender starten (am besten in einem Terminal und nicht per Klick auf das Icon in der Startleiste, weil man dann sehen kann was schief gegangen ist wenn es nicht direkt klappt. D.h. in einem Terminal "blender" eingeben". Bei mir hat es jetzt direkt funktioniert, im Internet war noch zu lesen, dass man die Tasten "L" und "R" vom SpacePilot auf die Funktionen "Button1" und "Button2" legen soll, damit kann man dann den Flymode und die Achsenbeschränkung umschalten. Dies geht auch in Blender in der Buttonleiste der 3DView mit den zwei neuen Icons (seit das PlugIn installiert wurde)

Zusammenfassend möchte ich noch ein paar Fakten loswerden, für die ich lange googlen musste (das alles hat erst am zweiten Weihnachtsfeiertag funktioniert...):
Man liest oft dass man eine spezielle Blenderversion braucht, die ndof kann, das war wohl nur bis 2.45 so, seit Blender 2.46 ist das in den offiziellen Releases eingebaut.

Zum starten des Treibers: Man erstellt eine mini-Script datei namens blenderstart.sh mit dem Inhalt:

#!/bin/bash
sudo /etc/3DxWare/daemon/3dxsrv -d usb & #Treiber start
sleep 3 # kurz warten bis treiber da ist
blender -W # blender starten

und speichert die irgend wo hin, z.B. ins Homeverzeichniss. Nun muss man der Datei noch Ausführbarkeitsrechte geben (Rechtsklick -> Rechte -> Datei als Programm ausführen) Dann erstellt man sich auf dem Desktop einen neuen Starter (Rechtsklick auf Desktop -> Starter anlegen... und trägt hier wahlfrei Namen und Beschreibung und das zu startende Script (blenderstart.sh im Homeverzeichniss) ein.

Wenn man jetzt auf das Icon Klickt wird man nach dem Passwort gefragt (weil der Treiber root rechte braucht) und dann werden erst der Treiber und dann blender gestartet.

Ich hoffe ich hab mix vergessen, ich muss jetzt erstmal n bischen mit meine SpacePilot rumspielen...

Markus

maffu
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Noch was

Post by maffu » Sat Dec 26, 2009 2:26 pm

... grad hab ich jemand gefunden, der sogar fertige Ubuntu Pakete baut. (Im englischen Forum dieser Seite). Und die scheinen sogar sehr aktuell zu sein, da es bereits Pakete für Ubuntu 10.04 LTS gibt obwohl das noch gar nicht raus ist...

hier: http://www.arakhne.org/3dxware/

miir01
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Post by miir01 » Tue Jan 05, 2010 8:52 am

Danke maffu, für Deine Anleitung. Wäre wirklich schön, wenn sich 3Dconnexion auch ein bisschen um die Linux-User kümmern würde. Aber mit Deiner Anleitung klappt es nun auch bei mir. :)

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