3DConnnexion

Collaborative Design Platform

Navigation durch die virtuellen Städte der Zukunft

Trotz immer stärker werdendem Rechnereinsatz in Architekturbüros, immer neueren Software- und Hardwarelösungen hat sich die Verwendung des Rechners in frühen städtebaulichen Entwurfsphasen noch nicht durchsetzen können. Hierbei stellen die meist mangelhafte Mensch-Maschine-Schnittstelle, aber auch die bisher begrenzten Anwendungsszenarien die größten Probleme dar. Dabei schränken vor allem zu komplexe Softwarelösungen und ungeeignete Arbeitsweisen die Kreativität ein und behindern das Entwerfen.


Ausgehend von dieser Problematik erforscht das interdisziplinäre Projekt „Collaborative Design Platform“ (CDP) am Lehrstuhl für Architekturinformatik der TU München neue Ansätze für den Einsatz des Rechners in frühen kreativen Entwurfsphasen des Architekten. Schwerpunkt hierbei ist, den Entwurfsprozess durch die Verwendung digitaler Werkzeuge nicht zu behindern, sondern durch einen geschlossenen Workflow zu stärken. Aus diesem Ansatz heraus werden etablierte Entwurfswerkzeuge wie z.B. Modelle und Skizzen nicht gänzlich durch digitale Werkzeuge ersetzt. Stattdessen werden bewährte Arbeitsmethoden des Architekten durch eine direkte Vernetzung von realer und digitaler Welt so erweitert, dass die Vorteile beider Welten miteinander verschmelzen.

Erreicht wird dies durch die direkte Kopplung von real greifbaren Volumenmodellen (Arbeitsmodelle, wie sie in frühen städtebaulichen Entwurfsphasen genutzt werden) und interaktiven digitalen Inhalten wodurch sich der momentan vorhandene Informationsgehalt rein physischer Arbeitsmodelle stark erweitert. Die direkte Anbindung eines 3D-Skizziertools erlaubt darüber hinaus noch ein interaktives Skizzieren in virtueller Umgebung. Durch die digitale Repräsentation aller Entwurfsinformationen in Echtzeit verschmelzen somit nicht nur real und digital, sondern auf die einzelnen Entwurfswerkzeuge untereinander. 


Diese Art der Mensch-Maschine Interaktion ermöglicht es dem Architekten in gewohnter Weise mittels Arbeitsmodellen und Handskizzen zu entwerfen. Die digitale Rekonstruktion dieser in Echtzeit ermöglicht eine direkte Anbindung von Simulation in den Entwurf des Architekten. Hierzu zählen Echtzeitsimulationen wie etwa Verschattungsstudien, aber auch Echtzeitanalysen wie beispielsweise Wegberechnungen oder auch Strömungsuntersuchungen. Die so in Echtzeit dem Entwerfer zur Verfügung gestellten digitalen Informationsebenen wie z.B. entwurfsrelevante Simulationen und Analysen werden direkt und „on the fly“ im Modell angezeigt und dienen zur Unterstützung des Entwurfsprozesses und der Entscheidungsfindung.

Auf der Internetseite des Projekts werden die Anwendungsmöglichkeiten des CDP-„Tisches“ anschaulich präsentiert. Wer in 3D arbeiten will braucht aber auch das richtige Werkzeug dafür. Für die Navigation in virtueller Umgebung setzt Dr.-Ing. Schubert eine 3D-Maus ein. Erst vor kurzem wurde das Projekt von 3Dconnexion mit einer gesponserten SpaceMouse Wireless unterstützt. „Die Produkte von 3Dconnexion ermöglichen ein intuitives navigieren im Entwurfsszenario“, so Dr.-Ing. Schubert. „Jeder, der mit dem Tisch arbeitet, hatte mit der Navigation keine Probleme.“ Für seine Arbeit gäbe es keine echte Alternative zur 3D-Maus.